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Das Hochwasser von 1784
205 S., 15 Abb.
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Karneval ist eine folkloristische Veranstaltungsreihe vornehmlich
rheinischer Orte, die wenige Tage vor der Fastenzeit in geschlossenen
Räumen, aber auch auf öffentlichen Strassen und Plätzen stattfindet.
Die Fastenzeit (von Aschermittwoch bis Ostern) sollte seit der
Spätantike darüber hinweg täuschen, dass alljährlich im Februar und
März die im Herbst angesammelten Lebensmittelvorräte bedrohlich
abnahmen. Die Bezeichnung „Karneval“, die ihren Ursprung im
Lateinischen hat, bedeutet soviel wie „vor der fleischlosen Zeit“;
„Fastelovend“ und „Fasteleer“ heisst soviel wie „Vorabend der
Fastenzeit“. Im Fasteleer versammeln sich in Sälen und zu Umzügen Menschen, die sich gerne verkleiden; sie singen ausgelassen fröhliche Lieder, |
die die Liebe, die Nachbarschaft oder die Heimat zum Thema haben. Sie nennen sich Jecke: sovielwie Närrische. Dabei machen sie sich auch über die Obrigkeit lustig; so parodieren und verhöhnen sie in Verkleidung und Benehmen das (preussische) Militär. Sie nehmen dabei alkoholische Getränke – Wein, Bier, Sekt oder Schnaps – zu sich. Der Prinz – und eventuell die Prinzessin, in Köln zusätzlich der Bauer und die Jungfrau – ist das zeitweilige Oberhaupt der Narren. Ihr Narrenruf ist „Alaaf!“ im Dreieck Köln-Aachen-Neuwied, „Helau!“ am Niederrhein und in Mainz und Umgebung. Die Wirtschaft rechnet an Karneval 2026 bundesweit mit Einnahmen von rund zwei Milliarden Euro (Institut der deutschen Wirtschaft), mit 850 Millionen Euro Umsatz allein in Köln. |
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